Teppichreinigung – Eine Kunst für sich

von Joel Borgol
Teppichreinigung – Eine Kunst für sich

Ob am Boden oder an der Wand. Teppiche sind schöne und beliebte Hingucker. Jedoch gehören Sie auch zu den größten Schmutzmagneten. Sie sind schwieriger zu reinigen als etwa Fliesen oder Laminat und gehören in den Müll, wenn man die Reinigung vernachlässigt. Staubsaugen ist eine selbstverständliche Maßnahme. Allerdings müssen bei hartnäckigen Flecken die richtigen Hausmittel oder eine professionelle Teppichreinigung zur Hand. Wir klären Sie darüber auf was es zu beachten gibt.


Es kommt auf die richtige Technik an

Die Effizienz einer Reinigung ist von der angewandten Technik anhängig. Eins hat eine Reinigung mit der Hand und eine professionelle Reinigung gemeinsam: Der Fleck sollte definitiv immer zeitnah entfernt werden. 


Unterlassen Sie es, den Fleck durch Reiben zu entfernen, da der Schmutz sich dadurch nur noch tiefer festsetzt. Der Fleck muss vorsichtig trocken getupft werden. Bei der Entfernung eines Flecks wird von seinem Rand bis zur Mitte gearbeitet.

Eine Teppichreinigung beansprucht Zeit. In der Regel brauchen die Reinigungsmittel eine gewisse Dauer zum Einweichen. Im Anschluss dauert es auch seine Zeit, bis der Teppich wieder trocken ist. 

Das Putzmittel sollte erst an einer unauffälligen Stelle des Teppichs getestet werden. Wenn das Teppichmaterial den Reiniger verträgt, kann die Reinigung beginnen. Wenn der Teppich jedoch ausbleicht oder zu Schaden kommt, sollte die Reinigung gestoppt werden.

Kleiner Tipp: Wenn der Fleck noch frisch ist, kann Mineralwasser schon die Lösung sein. Gießen Sie das Wasser über den Fleck und lassen den gelösten Schmutz von einem Handtuch oder Mikrofasertuch aufsaugen.


Hausmittel die Teppichreinigern Konkurrenz machen

Backpulver: Backpulver ist gegen jede Art von Flecken oder Schmutz ein effektives Gegenmittel und eliminiert schlechte Gerüche. Gießen Sie heißes Wasser über den Fleck, nachdem Sie das Backpulver über den Fleck gestreut haben. Die Faserporen werden dadurch geöffnet. Die Mischung muss ein paar Stunden, am besten über Nacht, einwirken. Zu guter Letzt kann das Pulver mit Vorsicht abgetupft werden. Sollte er noch dort sein, kann der Vorgang wiederholt werden.


Zitronensaft: Zitronen haben eine bleichende Wirkung. Aus diesem Grund sollte sie nur bei hellen Teppichen angewendet werden. Es reicht ein wenig Zitronensaft auf den Fleck zu gießen und ihn mit einem Tuch behutsam aufzuwischen.


Salz: Salz ist ein bekanntes und beliebtes Hausmittel vor allem bei hartnäckigen Flecken wie beispielsweise Rotwein. Das Salz muss sofort auf den Fleck gestreut werden. Der Wein wird vom Salz aufgesaugt und färbt sich entsprechend rot. Das Salz kann anschließend einfach aufgesaugt werden. Auch bei dieser Behandlung gilt es: von außen nach innen. Sollte der Fleck aber schon getrocknet sein, helfen Weißwein, Mineralwasser oder Essigwasser weiter. Diese Mittel sind jedoch säurehaltig und müssen deshalb an einer unauffälligen Stelle die Farbechtheit des Teppichs testen. 

Glasreiniger: Glasreiniger sind auch ein effektives Mittel gegen hartnäckige Flecken. Nachdem der Fleck besprüht wurde und getrocknet ist, kann man ihn einfach heraus bürsten. Das geht mit einer simplen Handbürste.

Teppichschaum: Vor der Nutzung des Teppichschaums sollte der Teppich abgesaugt werden. Danach kann der Schaum an einer unauffälligen Stelle des Teppichs getestet werden. Wenn die Farbe nicht verblasst, kann der Schaum zum Reinigen verwendet werden. Zuerst wird er aufgesprüht, anschließend mit einer Bürste eingearbeitet und zum Schluss abgesaugt. 
 

Rasierschaum: Wenn es eine günstige Alternative zum Teppichschaum gibt, ist es Rasierschaum. Dieser sollte ungefärbt sein und keine Zusatzstoffe wie etwa Menthol enthalten. Den Schaum trägt man auf den Fleck auf. Anschließend arbeitet man ihn mit einer Bürste ein und saugt ihn auf. 
 


Teppiche reinigen zu jeder Jahreszeit

Wenn es Zeit für den Frühjahrsputz wird, ist es auch die richtige Zeit Teppiche zu reinigen. Gegen staubige Teppiche hilft der altbewährte Teppichklopfer. Dieser verlangt auch nach der richtigen Technik. Der Teppich darf nur auf der Unterseite ausgeklopft, da der Schmutz sonst noch tiefer in den Teppich eingearbeitet wird. 

Die Sommerzeit bietet sich an, um Teppiche nass zu reinigen, da sie durch die Sommerhitze schnell trocknen können. Vorsicht sollte jedoch geboten sein. Die Sonne kann einen Teppich mit Leichtigkeit ausbleichen vor allem bei der Nutzung von bestimmten Reinigungsmitteln wie beispielsweise Zitronensaft. 

Selbst der Winter eignet sich, um Teppiche aufzupeppen. Tatsächlich ist es sinnvoll, Ihren Teppich mit der Oberseite in den Schnee zu legen. Die Feuchtigkeit des Schnees sorgt dafür, dass der Teppich gereinigt wird, ohne durchtränkt zu werden. Das Trocknen beansprucht auch nicht viel Zeit. 


Teppiche brauchen regelmäßige Pflege

Hygiene ist ein mehr als relevantes Thema, wenn es um Teppiche geht. Die reguläre Nutzung eines Teppichs alleine bringt schon viel Staub und Dreck mit sich, was wiederum zu einer Ansammlung von Bakterien und Hinterlassenschaften von Hausstaubmilben führt. Hausstaubmilben oder Kleidermotten sind nicht nur ekelerregend, sondern können auch zu gesundheitlichen Beschwerden führen wie beispielsweise Allergien. 


Seien Sie sich bewusst, Teppiche im Gegensatz zu anderen Textilien, wortwörtlich, konstant mit Füßen getreten werden. Sie unterliegen einer starken Belastung. Als logische Folge sollten der Teppichreinigung auch die entsprechende Wichtigkeit zugeordnet werden auch, wenn dies nicht bei den meisten noch nicht der Fall ist. 

Um das Aussehen eines Teppichs zu erhalten, bedarf es gründlicher, regelmäßiger und professioneller Pflege. Selbst Hersteller von Teppichböden legen es Kunden ans Herz die Pflegeanleitung ausführlich zu lesen. Sie empfehlen mindestens eine jährliche Grundreinigung. Abhängig von der Nutzung des Teppichbodens empfehlen sie bis zu 3 weitere Zwischenreinigungen pro Jahr.



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